Über uns:
Organisation

Mission und Werte

Die Kreuzberger Kinderstiftung setzt sich für Bildungsgerechtigkeit und Jugendengagement ein. Sie fördert Projekte, vergibt Stipendien und setzt eigene Programme um – in Berlin-Kreuzberg, Deutschland und darüber hinaus.

Wir glauben an die Fähigkeiten junger Menschen, unterstützen ihr Engagement und ermöglichen Bildungsangebote. Dabei konzentrieren wir uns auf diejenigen, die vom Bildungssystem, ihren Eltern oder ihrem sozialen Umfeld nur wenig Unterstützung erhalten.

Ausgehend von unserem Sitz in Berlin-Kreuzberg betreiben und unterstützen wir viele lokale Projekte für Kinder und Jugendliche. Unser Engagement endet aber nicht an den Bezirksgrenzen: Mit Kreuzberger Werten wie Toleranz, Flexibilität, Experimentierfreude sowie der Überzeugung, dass Vielfalt positiv ist, engagieren wir uns bundes- und europaweit.

Der Höhepunkt des Jahres: Die Stipendienverleihung
Im Sommer verabschieden wir unsere Stipendiat*innen in ihr Auslandsjahr. Zur Stipendienverleihung kommen Menschen aus den verschiedenen Bereichen und Gremien unserer Organisation: Ehemalige Stipendiat*innen, Jugendbeiratsmitglieder, Aktionär*innen, Mitarbeitende, Eltern der Stipendiat*innen und viele Freund*innen der Kreuzberger Kinderstiftung.

Unsere Organisation

Unsere Organisation besteht aus zwei Teilen: Die gemeinnützige Kreuzberger Kinderstiftung (rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts) wurde 2004 vom Rechtsanwalt und Unternehmer Peter R. Ackermann errichtet. Sie setzt die Angebote an unserem Stiftungssitz um.

2014 wurde die Kreuzberger Kinderstiftung gemeinnützige Aktiengesellschaft gegründet, die alle anderen Programme trägt. Mit dieser Rechtsform gehen wir neue Wege der Partizipation: Aktuell rund 60 Aktionär*innen (Stand 09/2018) bestimmen die Geschicke unserer Organisation und setzen sich bei uns für Bildungsgerechtigkeit und Jugendengagement ein. Ein wirtschaftlicher Vorteil entsteht ihnen dabei selbstverständlich nicht, da die Aktiengesellschaft gemeinnützig ist. Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen in unsere Arbeit einzubinden und ihnen Verantwortung zu übergeben.

Wir sind als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Unsere Organisation wird ausschließlich über private Zuwendungen finanziert. Ohne Spenden wäre unsere Arbeit nicht möglich. In diesem Jahr werden wir voraussichtlich über eine Million Euro für unseren Einsatz für Kinder und Jugendliche aufwenden.

Warum eine gemeinnützige Aktiengesellschaft?

Gemeinnützige Arbeit lässt sich in verschiedenen Rechtsformen organisieren. Ob die Ziele einer Organisation als Verein, Stiftung bürgerlichen Rechts, gemeinnützige GmbH oder gemeinnützige Aktiengesellschaft am besten umgesetzt werden können, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab.

Die Kreuzberger Kinderstiftung hat sich 2015, nach 13 Jahren Existenz als klassische Stiftung bürgerlichen Rechts, für den unkonventionellen Weg entschieden, alle neuen Projekte unter dem Dach einer neu gegründeten gemeinnützige Aktiengesellschaft, kurz gAG, zu organisieren und die Aktien an engagierte Privatpersonen zu verkaufen, die dadurch zu Miteigentümer*innen wurden. Warum haben wir es nicht bei dem alten Modell belassen?

Wir haben uns aus den folgenden fünf Gründen für die Organisationsform in der gAG entschieden: Im Vergleich zur klassischen Stiftung bürgerlichen Rechts ist die gAG leistungsfähiger, denn nicht nur Zinsen, sondern das gesamte Kapital können für Stiftungszwecke verwendet werden. Außerdem ist die gAG flexibler. Stiftungssatzungen können in der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit an neue Umständen angepasst werden. Die gAG ist auch besonders transparent, da die Bilanzen und alle das Unternehmen betreffenden Umstände vollumfänglich veröffentlicht werden müssen. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die demokratische Legitimation: In der gAG wird der Vorstand durch einen Aufsichtsrat bestellt und kontrolliert, der wiederum von der Aktionärsversammlung gewählt wird. In der klassischen Stiftung hingegen schulden Stiftungsvorstände in der Regel keinem gewählten Gremium Rechenschaft. Auch in Bezug auf die Vorstandsnachfolge und die Gefahr sachfremder Entscheidungen bietet die gAG Vorteile: In Stiftungen berufen meist die verbleibenden Vorstandsmitglieder eine Ersatzperson. In der gAG stellt der Aufsichtsrat nach Ausschreibung und Auswahlverfahren den/die Nachfolger*in ein.

Wir wollen in der gAG unsere Überzeugung verwirklichen, dass Entscheidungsprozesse „von unten nach oben“ ablaufen sollten. Jede/r der 62 (Stand 09/18) Aktionär*innen der Kreuzberger Kinderstiftung gAG hat in der Hauptversammlung eine Stimme und kann an allen wichtigen Entscheidungsprozessen teilhaben. Mit ihrer Stimme in der Hauptversammlung lenken die Aktionär*innen die langfristige Ausrichtung der gAG, denn sie entscheiden über Inhalte und finanzielle Ausstattung unserer Programme und wählen den Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand bestellt. Dieser partizipative Ansatz ermöglicht es den Aktionär*innen, ihr Wissen und ihre Ideen in Arbeitsgruppen einzubringen, neue Projekte anzustoßen und mitzugestalten sowie sich aktiv an der operativen Stiftungsarbeit zu beteiligen. Es finden regelmäßig Veranstaltungen zu wechselnden Themen statt, bei denen sie über aktuelle Themen diskutieren und nach Wegen suchen, um die Programme der gAG weiterzuentwickeln.

Unsere Programme

Förderprogramme

Mit unseren Förderprogrammen unterstützen wir Projekte anderer gemeinnütziger Träger. Dabei richtet sich das Programm Kinder- und Jugendengagement in Deutschland an Projekte, die Kinder und Jugendliche zu einer aktiven Mitgestaltung ihres eigenen Lebensumfelds anregen. Besonders gerne fördern wir Aktivitäten, die von Kindern und Jugendlichen selbst geplant und organisiert werden. Mit der Förderung von Jugendprojekten in Griechenland soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Auswirkungen der Krisen auf die junge Bevölkerung abzumildern.

Seit 2004 haben wir über 500 Projekte gefördert und dafür über 1,1 Millionen Euro aufgewendet.

Stipendien

Durch die Vergabe von Stipendien ermöglichen wir Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Zugang zu Bildung und interkulturellen Erfahrungen. So geben wir seit 2009 Mittel- und Realschüler*innen die Chance, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen. Fast 400 Jugendliche wurden bisher mit einem Stipendium gefördert. Seit 2016 finanzieren wir auch den Besuch einer Berufsschule im Ausland (Job-Kompass).

Die Erfahrungen im Ausland sind für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen von unschätzbarem Wert. Doch Mittel- und Realschüler*innen haben nur sehr selten die Möglichkeit, diese Erfahrungen zu machen. 95 % aller Jugendlichen, die für ein Schuljahr ins Ausland gehen, sind Gymnasiast*innen. Wir finden: Interkulturelle Erfahrungen sollen kein Privileg höherer Bildungsschichten bleiben. Neben der Konzentration auf Mittel- und Realschüler*innen setzen wir einen Förderschwerpunkt auf den innereuropäischen Austausch. Damit leisten wir einen Beitrag dazu, die Jugend Europas zu verbinden und so die Einigung unseres Kontinents in herausfordernden Zeiten zu stärken. Mit derselben Motivation finanzieren wir dreiwöchige Studienreisen junger Menschen nach Griechenland.

Mit dem IKAROS-Stipendium geben wir jungen Menschen eine zweite Chance und unterstützen sie auf ihrem Zweiten Bildungsweg. Es gibt viele Faktoren, die zu einem Schulabbruch führen – und mindestens genauso viele gute Gründe, einen Schulabschluss oder eine berufliche Qualifizierung nachzuholen. Das Stipendium ermöglicht hoch motivierten jungen Menschen die notwendige finanzielle Unterstützung, um unabhängig und eigenständig einen Abschluss erreichen zu können.

Unser 2016 zum ersten Mal ausgeschriebenes ECCHR-Stipendium richtet sich an junge Menschenrechtler*innen. Ihnen ermoglichen wir eine Teilnahme am Ausbildungsprogramm des international anerkannten European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin-¬Kreuzberg. Mit diesem Stipendium fördern wir junge Menschen, denen auf¬ grund ihrer finanziellen Situation eine solche Erfahrung sonst nicht möglich wäre – und stärken damit gleichzeitig die Menschenrechtsarbeit.

Seit 2009 haben wir mit unseren Stipendienprogrammen insgesamt 435 junge Menschen mit über 1,6 Mio. Euro unterstützt.

Kinderkurse

Am Sitz der Stiftung in Berlin-Kreuzberg bieten wir Kurse für Kinder und Jugendliche an. Dazu gehören ein Kinderchor, zwei Kanugruppen (Spree-Bären) sowie ein Kochkurs (Kreuzberger Kombüse). Außerdem stellen wir unseren großen Garten am Berliner Landwehrkanal Kitas und Jugendgruppen kostenlos zur Verfügung. Mehr als 150 Mal pro Jahr wird dieses Angebot genutzt. In unserem Garten klettern die Kinder auf unser Baumhaus, ernten Obst und Gemüse oder springen auf unserem Trampolin. Jugendgruppen nutzen unseren Garten und unser Haus für Seminare und Feste.

Lisa: Reisestipendiatin und Aktionärin
Die Studentin und Griechenland-Expertin Lisa Brüßler hat die Kreuzberger Kinderstiftung gAG über ein Reisestipendium kennengelernt. Im Anschluss an ihre Reise engagierte sie sich ehrenamtlich in unserem Förderprogramm "Jugendprojekte in Griechenland" und wurde Mitte 2017 Aktionärin. Auf dem Foto berichtet sie während einer Veranstaltung von der Situation Jugendlicher in Griechenland.

Mitarbeitende

Schon seit Jahren schreiben wir die Partizipation Jugendlicher in unserer Organisation groß: Unser Jugendbeirat entscheidet eigenständig über die eingehenden Anträge im Förderprogramm „Kinder- und Jugendengagement in Deutschland“ und damit über Fördermittel in Höhe von über 100.000 Euro jährlich.

Unsere Aktionär*innen, Aufsichtsratsmitglieder, Mitarbeiter*innen und Vorstandsmitglieder engagieren sich seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten, für Bildungsgerechtigkeit und Jugendengagement. Diese Gemeinsamkeit treibt uns genauso an, wie die Vielfalt unserer beruflichen und persönlichen Hintergründe unsere Arbeit bereichert.

Unseren Vorstand sowie unsere Mitarbeiter*innen stellen wir Ihnen gerne vor. Wir alle freuen uns, Sie in unserem Stiftungshaus, dem denkmalgeschützten „Schleusenwärterhäuschen“, am Landwehrkanal in Berlin-Kreuzberg zu begrüßen.

Tevin: Stipendiat, Jugendbeiratsmitglied und Spender
Tevin Schneider ist der Kreuzberger Kinderstiftung seit dem Schuljahr 2011/2012 verbunden. Damals verbrachte er als Stipendiat ein Schuljahr in den USA. Anschließend begann er, sich in unserem Jugendbeirat zu engagieren. 2017 spendete er zudem - aus seinem Azubi-Gehalt - 250 Euro für das Stipendienprogramm "Schuljahr im Ausland".

Weiterführende Informationen

Kreuzberger Kinderstiftung gAG Organigramm (PDF, 1 MB)

Die Kreuzberger Kinderstiftung gemeinnützige Aktiengesellschaft
Broschüre über die Kreuzberger Kinderstiftung gAG und ihre Rechtsform (PDF, 11 MB)

„Die erste Dekade“
Broschüre über die ersten zehn Jahre (2004-2014) der Kreuzberger Kinderstiftung (PDF, 9 MB)

Flyer Kreuzberger Kinderstiftung
Unsere Organisation kurz und knapp vorgestellt (PDF, 2,6 MB)

Spenden

Wir erhalten keine staatlichen Fördermittel. Unsere Programme und Projekte für Kinder und Jugendliche sind auf Spenden angewiesen.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Bildungsgerechtigkeit und Jugendengagement mit einer Spende.

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