Eigene Projekte:
Erstwahlhelfer*innen Berlin

Kurzbeschreibung

Jugendliche beteiligen sich weniger an Wahlen als ältere Bürger*innen. Bei der letzten Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung junger Bürger*innen deutlich unter der älterer Wahlberechtigter. So stimmten nur 41,3% der Menschen zwischen 18 und 21 Jahren ab. Jugendliche sind aber auch sonst bei Wahlen wenig sichtbar: Nur selten engagieren sie sich als Wahlhelfer*innen.

Zur Europawahl am 26. Mai 2019 hat die Kreuzberger Kinderstiftung gAG und die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa in Kooperation mit Haus Rissen bis zu 80 junge Berliner*innen an Wahlämter vermittelt und knapp 60 junge Berliner*innen zu Wahlhelfer*innen ausgebildet. Damit wurde der Bezug zu Europa und das Verständnis für demokratische Prozesse gestärkt.

Erstwahlhelfer*innen Berlin

Zur Europawahl am 26. Mai haben wir junge Berliner*innen zu Wahlhelfer*innen ausgebildet.

Partner

Das Projekt „Erstwahlhelfer*innen Berlin“ wurde dieses Jahr erstmals von der Kreuzberger Kinderstiftung gAG mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa in Kooperation mit dem Bildungsinstitut Haus Rissen durchgeführt. Gefördert wurde das Projekt durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie die Stiftung Mercator. Die Landeswahlleiterin für Berlin begrüßte und unterstützte das Projekt. Das Projekt „Erstwahlhelfer*innen Berlin“ ist Bestandteil der bundesweiten Initiative Erstwahlhelfer von HAUS RISSEN.

Schauspielerin Jella Haase unterstützte Erstwahlhelfer*innen Berlin 2019!

„Wir haben die Chance, Europa zu gestalten: Im Mai 2019 wird das Europäische Parlament gewählt. Mit dem Projekt Erstwahlhelfer*innen Berlin können wir gemeinsam lernen, was die nicht immer einfach zu verstehende EU eigentlich bedeutet. Denn, ja, es gibt viel zu durchdenken, irgendwo muss man anfangen. Als Wahlhelfer*innen können wir als Gastgeber*innen der Demokratie in unserem Kiez unseren Beitrag zu einer reibungslosen und fairen Wahl leisten und an der Idee von Europa mitzeichnen.“

Foto: Mathias Bothor

Ablauf

In einem mehrstufigen Kurssystem haben die Teilnehmer*innen einerseits das politische System der Europäischen Union kennengelernt und andererseits die Fähigkeiten vermittelt bekommen, die erforderlich sind, um am Wahltag ein Wahlbüro zu betreuen. Die Kurse wurden von Jugendlichen durchgeführt und legten einen Schwerpunkt auf Beteiligung und praktisches Erfahren. Die Teilnehmenden diskutierten miteinander das politische System der EU und durchlebten den Tag im Wahllokal bereits im Rollenspiel.

Die Kurse zum politischen System der Europäischen Union fanden im März 2019 statt. Zwischen Ende April und dem 26. Mai 2019 wurden die Kurse zum Wahltag durchgeführt. Im Juni 2019 fand im Garten der Kreuzberger Kinderstiftung die Festveranstaltung zum Abschluss des Projektes statt.

 

 

Zielgruppe und Zielsetzung

Alle EU-Staatsbürger*innen zwischen 18-27 Jahren mit Wohnsitz in Berlin konnten an dem Projekt teilnehmen. Jugendliche ohne EU-Staatsbürgerschaft konnten als Hilskräfte teilnehmen.

Ziel war es, junge Menschen für das Amt als Wahlhelfer*in zu begeistern, um demokratische Prozesse direkt erfahrbar zu machen, die Identifikation mit politischen Institutionen zu stärken und ein Gefühl politischer Mündigkeit zu fördern. Insbesondere in Zeiten des zunehmenden Vertrauensverlustes in demokratische Institutionen wollten wir einen aktiven Beitrag dazu leisten, junge Menschen für europäische Politik zu begeistern und die Demokratie zu stärken. Darüber hinaus sollten die Teilnehmenden selbst als Multiplikator*innen wirken und Gleichaltrige motivieren, wählen zu gehen.

Langfristig sollten zudem die Wahlämter durch engagierte und junge Ehrenamtliche nachhaltig gestärkt werden.

Rückblick

An dem Projekt haben junge Erwachsene verschiedenster Hintergründe teilgenommen. Auch Teilnehmer*innen ohne EU-Staatbürgerschaft wurden als Hilfskräfte am Wahltag eingesetzt.

Die Diskussionen in den Workshops wurden sehr offen geführt. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit und die Motivation waren groß. Viele Teilnehmer*innen haben sich miteinander vernetzt und möchten sich weiterhin politisch oder gesellschaftlich engagieren. Nach der Wahl berichteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie sich durch das Projekt mehr mit der EU auseinandergesetzt haben als sonst und ihr Demokratieverständnis gestiegen sei.

Wir sind begeistert über den aktiven Einsatz der jungen Berliner*innen und bedanken uns bei den engagierten Wahlhelfer*innen!

 

Spenden

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